
Alles wird teurer, überall ließt man von Pestiziden und Fungizide. Krebserregende Stoffe im Essen, schlechte Arbeitsbedingungen der Erntehelfer. Was und wo soll man da noch kaufen? Da überlegt man doch schnell, wie startet man einem Selbstversorger Garten?
Regional und Saisonal kaufen
Am umweltschonendsten ist natürlich nur regional und saisonal zu kaufen. Am besten beim Bauern nebenan. Das hilft nicht nur der Umwelt, dem CO² Fußabdruck und nicht zuletzt auch dem Landwirt. Und damit hilft man auch seiner Region. Also quasi Win-Win für alle zusammen. Wenn man allerdings mal ein wenig Abwechslung in seinem Speiseplan haben möchte oder auch mal eine oder andere Rarität, dann bleibt einem nur der Griff zur Schaufel. Ärmel hochkrempel und los.

Wie startet man mit einem Selbstversorger Garten? Grundlegend braucht man erstmal Erde, Sonne und das richtige Saatgut. Wasser, Nährstoffe und ein wenig Wärme helfen auch. Dies kann man entweder in einem Garten oder auch auf seinem Balkon z.B. machen. Vieles lässt sich auch kinderleicht in Balkonkästen oder Töpfe pflanzen.
Klein anfangen
Wer sich nicht gleich einen riesen Klotz ans Bein binden möchte, kann sich tatsächlich auch erst einmal an Pflanzgefäße wie diese Kartoffel Pflanzsäcke* oder Balkonkästen halten. Handeslübliche Eimer und Maurerkübel* tun es allerdings auch. Ich für meinen Teil habe eine Mischung aus allem genannten. Die Tomaten sitzen bei mir im Maurerkübel (4 Stück), aus Mangel an Fläche habe ich auch zwei Kartoffel Säcke und zwei Pflanzencontainer aus dem Baumarkt. Und für die Paprika kommt immer ein Balkonkasten zum Einsatz.
Das richtige Saatgut
Wie in meinem ersten Artikel über meinen Garten schon erwähnt, ist es wichtig, das richtige Saatgut zu wählen. Alte, resistente Sorten sollten dabei auf der Einkaufsliste ganz Oben stehen. Portale sie ich dabei empfehlen kann sind auf jedenfall Sativa aus der Schweiz oder Beetliebe aus Leipzig. (keine bezahlte Werbung)
Samenfestes Saatgut hat den großen Vorteil, dass man sich immer wieder Samen für das nächste Jahr wegmachen kann, und auch mit Freunden teilen. So entsteht eine natürliche Vielfalt. Und die hat unsere Natur auf jeden Fall nötig.
Anzucht
Man kann auf spezielle Anzuchthäuser zurückgreifen, oder man nimmt durchsichtige Plastik Boxen. Wichtig ist, dass man regelmäßig lüftet um Schimmelbildung zu vermeiden. Des weiteren sollte man jedes Jahr einmal gründliche die Utensilien waschen, bevor man sie benutzt. Es gibt viele verschiedene Anzuchttöpfchen, Schälchen oder Erden. Hier kann man auch auf leere Joghurtbecher, Plastikschalen oder Eierkartons zurückgreifen um Geld zu sparen. Die Erde sollte nicht zu viel Dünger beinhalten, da dieser die zarten Wurzeln verbrennt. Wichtig ist auch, dass die Aussaht bei ausreichend warmen Bedingung erfolgt. Zu kalt und es passiert nichts, zu warm und die kleinen Zöglinge wachsen zu schnell und bilden keine kräftige Stiele (z.B. bei Tomaten) und knicken somit leicht um.

Ich persönlich greife gerne auf die kleinen Kokosanzucht Tabs* zurück. Da diese von unten gegossen werden können. Man stellt sie einfach ins Wasser und sie saugen sich dann von selbst voll. Somit gibt es keine Staunässe und man knickt nicht aus versehen die zarten Triebe um beim Gießen.
Starte mit deinem Selbstversorger Garten!
Wie man einen Garten zur Selbstversorgung anlegt habe ich euch ja in meinem Artikel schon aufgezeigt. Zur Inspiration zeige ich euch noch eine Impression von meinem Garten aus dem Jahr 2022.

Wie ihr seht, fehlt noch der Anbau der zwei Paletten Beete. Ich habe mich bis jetzt jedes Jahr Schritt für Schritt vergrößert. Ihr seht, es geht auch in Klein :). Der Grundstein ist gelegt. Das allerwichtigste ist, dass man startet. Mit meinem nützlichen und kostenlosen Aussat- und Erntekalender habt ihr schon mal einen kleinen Helfer zur Hand.
Schreibt mir doch gerne, wie groß eure angedachten Gartenflächen sind, mit denen ihr starten wollt oder die ihr sogar schon bewirtschaftet.