Im Grunde ist die Anzucht von Pflanzen recht einfach, Samen in oder auf die Erde, feucht halten und im Handumdrehen wächst das Grün nur so von Alleine. Leider ist es nicht immer so einfach und schon gar nicht, wenn man versucht die Natur ein wenig auszutricksen, und die Pflanzen im Haus vorzuzieht, um sich einen kleinen Vorsprung zu verschaffen. Dabei kann auch leider einiges schief gehen.
Deshalb zähle ich hier die 5 größten Pflanzen Anzuchtfehler auf und sage euch, wie ihr sie bei eurer Pflanzenanzucht vermeiden könnt.

zu wenig Licht
Ihr habt sicherlich schon einmal den Begriff der Lichtkeimer gehört. D.h. die Samen brauchen direktes Licht um sich zu entwickeln. Dazu gehören z.B. Tomaten und Paprika Samen. Aber auch Dunkelkeimer brauchen Sonne, damit sich die kleinen Sprößlinge entwickeln können, sobald sie aus der Erde heraus schauen. Leider gibt es in unseren Breitengraden im Februar und März sehr viele graue Tage ohne direkte Sonne. Auch ist die Dauer noch sehr kurz, falls sie mal scheinen sollte . Die Jungen Pflanzen tendieren dazu, zum Licht zu wachsen, und wenn sie nicht genügend abbekommen, dann stängeln sie auf und versuchen weiter zum Licht zu wachsen. Das führt dazu, dass die Hauptstängel dünn und lang werden und somit ist die Pflanze instabil.
Um dies zu vermeiden kann man auf Tageslicht LEDs zurückgreifen wie in diese kleinen Gewächshäuser mit integrierten Tageslicht LEDs*. Da ist das Gewächshaus gleich mit drin. Was mich zum nächsten Punkt bringt.
Falsche Temperaturen
Auf den meisten Samentütchen steht drauf, bei welchen Temperaturen die Samen am besten Keimen. So brauchen Tomaten am Anfang z.B. um die 20 Grad. Wenn sie allerdings aufgegangen sind reichen auch angenehme 16 Grad. Dann wächst die Tomate langsamer und wird kräftiger. Eine gesunde und kräftige Pflanze ist wichtig für eine reichhaltige Ernte. Also im warmen Wohnzimmer in der Sonne ist evtl. nicht der idealste Standort für jede Pflanze.
Schimmelbildung
Durch die warmen Temperaturen bei der Pflanzenanzucht, eine hohe Feuchtigkeit der Erde und meist noch ein Deckeln über den Anzuchtschälchen ist eine Schimmelbildung vorprogrammiert. Es ist auf jeden Fall auf ausreichend Lüftung zu achten. Sobald die Pflänzchen angegangen sind, kann man meistens auch jeden Tag für ein paar Stunden lüften, ohne Angst haben zu müssen, die Kleinen erfrieren. Staunässe ist auch zu vermeiden.
Altes Saatgut
Auch wenn viele Samen noch nach mehreren Jahren eine super Keimfähigkeit zeigen kann es jedoch recht schnell auch zu alt sein. Durch einen Keimtest kann man sein eigenes Saatgut prüfen, ob es noch in Schuss ist. Dazu legt man z.B. 10 Samen auf ein feuchtes Küchenpapier. Fangen nur 3 von 10 Samen das keimen an, dann liegt eine sehr schlechte Keimfähigkeit vor. Dies ist natürlich sehr ärgerlich, falls man direkt ins Beet säht und sich nach 4 Wochen immer noch nichts getan hat. Dann ist es unter Umständen zu spät zur Nachsaat und man ärgert sich grün und schwarz.
Zu früh anfangen mit der Pflanzenanzucht
Das ist glaube ich das größte Problem von allen hier genannten. Es juckt einem so in den Fingern, dass man endlich anfangen möchte mit aussähen. Aber je nach Breitengrad oder Höhenlage sollte man vielleicht ein paar Tage länger warten mit der Anzucht. Wenn die Witterung draußen noch zu lange zu kalt ist oder man keinen Wintergarten sein eigenen nennen kann, bekommt man sehr schnell auf der eigenen Wohnzimmer Fensterbank Platzprobleme. Also ein wenig Geduld, bald geht’s ja los!
Um euch die Wartezeit bis zur Aussaat zu versüßen, könnt ihr euch ja hier meinen kostenlosen Aussaat- und Erntekalender herunter laden. Wenn ihr die Aussaattage plant, kann es auch nicht passieren, dass ihr vor lauter Vorfreude zu früh anfangt mit der Pflanzenanzucht.
Welche Erfahrungen habt ihr so mit den 5 größten Pflanzen Anzuchtfehler im Haus gemacht?